Am 17. November lud die SPD Durach zur Vorstellung ihrer Bürgermeister- und Landratskandidaten in den Pfarrsaal Weidach ein. Angie Kennerknecht begrüßte die Gäste – darunter Gemeinderäte, Bürgermeister, den zweiten Bürgermeister sowie die beiden Bundestagsabgeordneten Heike Heubach und Christoph Schmid. Statt langer Einzelvorträge entwickelte sich schnell ein lebendiges Vierer-Gespräch: Die beiden MdBs brachten spannende Einblicke aus der Bundespolitik mit, während unsere beiden Kandidaten Markus Kubatschka und Matthias Schemann zeigten, was diese Themen bei uns vor Ort bedeuten.
Bürgermeisterkandidat Markus Kubatschka, Lehrer am Gymnasium Immenstadt, im Stadtrat und im Kreistag aktiv, berichtete über seine Ideen für Durach.
Beim Wohnen setzt er auf Umbau und Nachverdichtung statt immer neue Baugebiete – denn die Gemeinden können dank des sogenannten Bauturbos nun selbst viel mehr entscheiden. Besonders Gebäude wie die alte Post sieht er als Chance für geförderte Projekte.
Beim Thema Energie war für Markus Kubatschka klar: Die Planungen der Windräder bei Bodelsberg sollen weiter vorangetrieben werden – am besten mit intelligenten Speicherlösungen, damit die Gemeinde ihren Einwohnern langfristig niedrige Nebenkosten und neue Einnahmen bieten kann.
Auch beim ÖPNV möchte er anpacken: Elektrifizierte Bahnstrecken, gute Busverbindungen und weniger Bürokratie. Und er betonte ausdrücklich: „Ich werde in Durach präsent sein – ich bin gekommen, um zu bleiben.“ Der Familienmensch möchte seine Kinder nicht aus ihrem gewohnten Umfeld reißen – daher würde das Pendeln aus Immenstadt wegen der Kinder noch nötig sein, aber sein Engagement gelte voll und ganz Durach.
Landratskandidat Matthias Schemann, 27, Bautechniker aus Betzigau, zeigte, wie viele kommunale Fragen direkt mit seinen beruflichen Erfahrungen zusammenhängen.
Er stellte klar, dass der Landkreis beim sozialen Wohnungsbau stärker steuern muss – z. B. durch Grundstücksvergabe an Bauträger nur mit Sozialwohnungs-Garantie. Dazu setzte er auf serielles Bauen und Genossenschaftsmodelle.
Beim Energiethema möchte er gemeinsam mit den Bürgermeistern des Landkreises neue Flächen für Windkraft suchen. Die Beispiele aus Wildpoldsried zeigen: Ein paar Anlagen können eine ganze Gemeinde versorgen.
Auch das Gymnasium Sonthofen und die Immenstädter Knabenrealschule kamen zur Sprache. Matthias Schemann plädierte für solide Bausubstanz und moderne Ausstattung – Sanieren statt Abriss, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist.
Heike Heubach erklärte anschaulich, wie der neue Bauturbo Umbau und Nachverdichtung bis 2030 gerade im kommunalen Bereich erleichtert – eine echte Chance für Gemeinden wie Durach.
Christoph Schmid berichtete über das Sondervermögen der Bundeswehr und wie dieses nicht nur in Waffen, sondern auch in Investitionen in Infrastruktur, Cybersicherheit sowie den Ausbau des THW fließen und somit das gesamte Land profitiert.
Darauf aufbauend zeigten Markus Kubatschka und Matthias Schemann immer wieder die kommunalen Folgen und Chancen: von bezahlbarem Wohnraum über Energiewende bis zur Stärkung regionaler Standorte.
Eine Veranstaltung mit vielen Infos, klaren Positionen und einem offenen Austausch. Und Markus machte zum Schluss deutlich: Durach kann in den nächsten Monaten fest mit ihm rechnen – und mit vielen persönlichen Gesprächen.